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Bauabzugssteuer

Seit das Gesetz zu Eindämmung illegaler Betätigungen im Baugewerbe in Kraft ist (1.1.2002), zahlt nicht mehr das Bauunternehmen selbst sondern der Auftraggeber selbst den größten Teil der Umsatzsteuer an das Finanzamt. Im Gegenzug darf er diesen Betrag von der Rechnung abziehen.

Ausnahme: Wenn das Bauunternehmen eine vom Finanzamt ausgestellte Freistellungsbescheinigung hat und diese dem Bauherrn vorlegt, so muss der Bauherr die Bauabzugssteuer nicht überweisen. Das heißt, er zahlt die Rechnung des Bauunternehmens wie jede normale Rechnung auch: inklusive MWST und direkt an das Bauunternehmen.

Der Verwaltungsaufwand, der hier auf die Bauherren abgewälzt wird, ist enorm. Zudem ist der Bauherr gegenüber dem Finanzamt in der Schuld und muss die Echtheit der Freistellungsbescheinigung durch das Finanzamt prüfen lassen, was zu noch mehr Aufwand führt.


Für private Bauherren gelten andere Regeln

Entwarnung: Nur unternehmerisch tätige Auftraggeber (Unternehmer im Sinn des §2 UStG) sind von dieser Regelung betroffen.

Die Bagatellgrenze

Wenn der Auftraggeber Vermieter von Wohn- und Gewerbeflächen ist und daneben keine weiteren unternehmerischen Tätigkeiten ausführt, beträgt die Bagatellgrenze für diesen Kleinunternehmer 15.000 Euro, sonst liegt die Bagatellgrenze bei 5.000 Euro.

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