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Erbbaurecht

Jemand pachtet für 75 bis 99 Jahre ein Grundstück und zahlt dafür monatlich oder jährlich einen gewissen Betrag an den Grundstückseigentümer.

Das Recht auf diesem Grundstück zu bauen, wird im Grundbuch eingetragen. Das Erbbaurecht kann vererbt und verkauft werden. Das Erbbaurecht erlischt durch Ablauf der vereinbarten Zeit. Der Erbbauberechtigte muss nach Ablauf der vereinbarten Zeit nicht das errichtete Gebäude vom Grundstück entfernen, sondern erhält nur eine Vergütung für den Gebäudewert.

Vorteil des Erbbaurechts:

Sie können mit weniger Eigenkapital ein Haus bauen, da Sie das Grundstück, auf dem Sie bauen möchten, nicht kaufen, sondern nur pachten. Der Erbpachtzins beträgt zumeist 3-5 Prozent des Grundstückwertes.

Nachteil des Erbbaurechts:

Der Verkauf des Hauses wird schwieriger, wenn das Grundstück nur gepachtet ist. In Zeiten in denen Hypotheken günstig zu bekommen sind, rechnet sich die Erbpacht nicht. Immerhin zahlt der Pächter bis zu 99 Jahre für ein Grundstück, das ihm nie gehören wird. In dieser Zeit hätte er ggf. auch eine Hypothek für das Grundstück getilgt. Zudem genießt der Grundstückseigentümer ein Vorkaufsrecht, was den Verkauf u.U. schwierig gestaltet.

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Einspruch vom Grundstücksnachbarn
Dienstbarkeit