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Miteigentumsanteil

Der Miteigentumsanteil ist ein rechnerisches Bruchstück an Wohnungseigentum. Bei der Umwandlung eines Hauses in Eigentumswohnungen legt der teilende Eigentümer für jedes Sondereigentum fest, wie viele Miteigentumsanteile (MA) dadurch repräsentiert werden. Meist werden die Bruchstücke als Teile von 1.000 angegeben, bei größeren Objekten auch von 10.000. In der Regel geht man dabei von einem gerechten Verteilerschlüssel aus, der z. B. auf der dem Verhältnis der Wohnflächen der Eigentumswohnungen beruht.

Hintergrund:

Das Bürgerliche Gesetzbuch kennt weder das Eigentum an Gebäuden noch an einzelnen Wohnungen. Statt dessen ist nach BGB ein Bauwerk ein wesentlicher Bestandteil eines Grundstücks. Indem das Wohnungseigentumsgesetz das Sondereigentum an der einzelnen Wohnung nur in Verbindung mit einem Miteigentumsanteil am Grundstück zulässt, fügt es sich in dieses System der Bindung des Gebäudes an das Grundstückseigentum ein.

Anhand des Miteigentumsanteils werden normalerweise sämtliche Kosten des gemeinschaftlichen Eigentums gerecht aufgeteilt, so auch die Grundstückssteuern.

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